Poesie – in Worten, Liedern und Bildern

Simon Gittner

„Lass uns ein Licht der Liebe in das Fenster einer dunkler werdenden Welt stellen."

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Porträt

Über mich

Ich schreibe morgens, bevor die Kinder wach sind. Und abends, wenn sie im Bett sind. Und manchmal trifft mich auch tagsüber ein Gedanke aus dem Nichts. Meistens entsteht daraus ein Gedicht, manchmal nur ein Satz, der irgendwo hinwill und noch nicht weiß, wohin.

Das war nicht immer so. Zehn Jahre lang habe ich Münchens Nächte mitorganisiert, zwei Clubs geleitet, ein Festival in Südfrankreich hochgezogen. Anfang zwanzig stand ich als Sänger einer Indie-Pop-Band auf der Bühne und nahm brav einmal die Woche Gesangsunterricht an der Oper. Getextet habe ich damals auf Englisch. Ich fand, auf Deutsch klingt das komisch.

Kurz bevor die Welt stillstand, waren wir raus aufs Land gezogen, nach Tutzing. Dann kam die Pandemie und mit ihr das Ende von allem, was ich aufgebaut hatte. Die Veranstaltungsbranche: klinisch tot. Und um mich herum plötzlich diese Stille, die ich jahrelang nicht ausgehalten hätte.

Ich fing wieder an zu schreiben. Auf Deutsch diesmal. Auf Englisch hatte ich nie den direkten Weg zwischen dem Gefühl und dem Wort dafür gefunden, auf Deutsch schon – da komme ich den Emotionen auf den Grund und kann ihnen ein Gewand aus Worten schneidern.

Worüber ich schreibe: über meine Kinder, über das Staunen und die Angst, die gleichzeitig kommen. Über die Liebe im Alltag, über den Abschied. Über eine Welt, die es besser könnte, und darüber, dass ich das nicht hinnehmen will. Und über das Schweigen in meiner Familie.

Meine Mutter hat ihre Sprache verloren, mein Vater später auch, und beiden fiel das Reden über sich selbst schon vorher schwer. Vielleicht schreibe ich vor allem dagegen an.

Das Wort steht immer am Anfang. Was daraus wird, ist eine Frage der Form: Manches wird ein Lied, weil es nach einer Melodie verlangt. Manches ein kurzes Video. Manches bleibt ein Gedicht auf einer Seite. Und aus vielen dieser Texte entsteht gerade mein erstes Buch – Erinnerungskapitel, Gedichte, dazwischen Texte, die Mut machen sollen. Ein Hoffnungsbuch für die Generation nach uns.

Heute bin ich 37. Verheiratet mit der Frau, von der ich am meisten lerne. Zwei kleine Kinder. Viel draußen, viel Musik, viel Bewegung – und die Suche nach dem richtigen Ausdruck, jeden Tag neu.

Bleibt ihr. Die zuhören, die schreiben, die widersprechen, die mir ihre eigene Geschichte danebenlegen. Ohne euch säße ich allein mit meinen Wörtern. Danke fürs Zuhören.

Das Werk

Erst das Wort

Gedichte & Buch

Wo alles beginnt: Gedichte über Familie, Liebe, Abschied und Hoffnung – und daraus mein erstes Buch.

Zum Werk

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Ich schreibe mein erstes Buch!

Wann es fertig wird? Keine Ahnung. Wahrscheinlich sehr bald. Als ungeduldiger Mensch, der ich bin, schreibe ich jede freie Minute daran. Wenn du Lust hast auf News zu dem Projekt – trag dich in den Newsletter ein.

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